... wenn wir uns von einer alarmanlage einen ruhigeren schlaf erhoffen!
brogdingnagg - 1. Jul, 19:55
h.p.: "...aber, es geht nadürlich um alles, endweder die eine mannschaft is im achdelfinale, oder die andere muss nach hause fahren, also..."
brogdingnagg - 23. Jun, 23:00
Der Habsburger Franz Ferdinand war nicht nur die Zielscheibe eines Attentat vor 100 Jahren, nicht nur bloßes "Objekt" eines historisch bedeutsamen Ereignisses, als das ihn wahrscheinlich jeder kennt! Er war der Neffe von Kaiser Franz Joseph, war eine aufbrausende, jähzornige und streitbare Persönlichkeit, manche sagen, ein Tyrann, er war ein Getriebener und Unzufriedener und nicht zuletzt ein Ungeliebter... Wer zum 100en Jahrestag des Attentats von Sarajevo ein wenig die eigenen historischen Wissenslücken füllen, dabei aber zu keinem der vielen theoretisch unschaffbaren 1000-Seiten-Ziegel greifen möchte, der sollte "Der Thronfolger" von Ludwig Winder in Erwägung ziehen. Schon 1937 erstmals erschienen, damals sofort verboten und nun wieder entdeckt gibt der biographische Roman dem Attentatsopfer Franz Ferdinand ein Gesicht und eine Geschichte (eine durchaus spannende und abwechslungsreiche übrigens!) - interessant und flüssig zu lesen, schöne und elegante Sprache, ein tolles Buch - eindringliche Empfehlung!
Ludwig Winder: Der Thronfolger
Ein Franz-Ferdinand-Roman
Zsolnay, 2014
brogdingnagg - 22. Jun, 10:44
(größer zu sehen bei
flickr)
brogdingnagg - 26. Mai, 21:35
... wenn der eigene blog nun schon seit 3.333 tagen online ist!
brogdingnagg - 20. Mai, 09:26
jetzt sind sie also da, die beiden neuen gartenbewohnerinnen und Spock ist fassungslos angesichts der unbedarftheit mit der sich auch noch die beiden ungeniert zwischen sie und den oberen Bereich der aufmerksamkeitsskala schieben! wurde sie gerade letzte woche noch als "liebenswerter einrichtungsgegenstand" bezeichnet, was sie ob des freundlichen tonfalls der versorgerin durchaus positiv verstanden hattte, so kann sie heute rein gar kein kompliment mehr darin erkennen.
kurz dachte sie ja schon, der neue, gemütliche und zuletzt sogar mit sägespänen und trinkbrunnen ausgestattete holzbau wäre als alterswohnsitz für sie errichtet worden. eine späte aber würdige anerkennung ihrer position als das älteste und verdienteste tierische familienmitglied wäre das gewesen! was für eine enttäuschung, als spock dann gestern plötzlich erkennen musste, dass die neue wohnstatt keineswegs für die etwas in die jahre gekommene hauskatze, sondern vielmehr für neu angeschafftes, enervierend vor sich hin scharrendes und gackerndes geflügel angeschafft wurde! sogar einen automatischen türöffner haben die! und sie, das haustier mit den unbestritten ältesten rechten hierorts muss sich die knarzende, quietschende klappe weiterhin selbst durch unangenehmes drücken mit dem kopf öffnen! eine jedesmal auf's neue wieder entwürdigende handlung für eine stolze vertreterin ihrer art, ganz nebenbei bemerkt!

aber so leicht leicht lässt sich eine Spock nicht zur seite schieben! die völlig übertriebene, beinahe hysterische freude der versorger über das erste ei, welches die neuen bewohnerinnen des schmucken gartenhauses in der ersten nacht hinterlassen haben unterbricht Spock mit nicht minder ekstatischem gemauze über den leeren futternapf. das ist ja wohl das mindeste, was man erwarten darf, dass es regelmäßig etwas zu essen gibt (ist eh immer der gleiche fraß!)
aber was soll's, was soll man sich groß ärgern, so wird sie sich eben wieder auf ihren status als "einrichtungsgegenstand" zurückziehen, die ruhe und ungestörtheit geniessen und sich die türe selber öffnen. und falls die unbeachtetheit ihr wieder mal allzu sauer aufstösst, wird sie mal wieder nächtens in den topf einer zimmerpflanze scheissen, rein aus psychohygienischen gründen, versteht sich!
brogdingnagg - 11. Apr, 13:12
empfehlung!
ganz schön lange liste diesmal!
brogdingnagg - 10. Jan, 13:59
Schade eigentlich, aber andererseits auch ganz gut, jetzt wo der eisige wind durch die häuserschluchten pfeift, nicht mehr mit klammen fingern und kalten ohren im hof stehen bleiben und gebannt zu den fenstern hinauf schauen zu müssen, während der junior langsam das treppenhaus nach oben geht und in jedem halbstock kurz mal rauswinkt. Zuletzt hat er ohnehin schon des öfteren im zweiten stock auf den unten frierenden papa vergessen.
Die verabschiedung unten beim eingangstor ist kurz und pragmatisch, seine gedanken sind schon im klassenzimmer, sein blick ist konzentriert auf der suche nach den freunden, die ebenfalls gerade verabschiedet werden, die ebenfalls nur mehr mit einem ohr zuhören, während die eltern einen schönen tag wünschen und ihnen stolz hinterherschauen. „Du musst nicht winken, papa!“ - was bis ende oktober noch absolute pflicht und undiskutierbare notwendigkeit war, ist heute schon viel zu uncool.
Groß ist er geworden der kleine, selbstbewußt und kompetent, findet seinen weg in dem riesigen schulhaus, lernt buchstaben und zahlen, bearbeitet hefte und werkstücke, findet freunde und knüpft beziehungen, hat erlebnisse und macht erfahrungen von denen wir als eltern - wenn überhaupt - eventuell erzählt bekommen. Am buchstabentag haben wir dann die gelegenheit, einen kleinen eindruck zu bekommen, vom leben des juniors außerhalb des heimischen kinderzimmers, können einen kurzen blick in seine welt werfen, können ihm und seinen kollegInnen zwei stunden lang dabei zusehen, wie sie neugierig sind, neues zu lernen und motiviert sind, ihr können zu beweisen.
Dieses bemühen und bedingungslose interessiert- und motiviert-sein des erstklasslers ist wohltuend im kontrast zu den nachmittagelang letschert zuhause herumhängenden und ohne pause handy-tippenden geschwistern im teenageralter - andererseits, die waren ja auch mal so, wann hat das bloß aufgehört...?
brogdingnagg - 27. Nov, 09:21
... wenn wir das dringende bedürfnis verspüren, endlich mal wieder eine richtige, große party zu schmeißen!
(die erkenntnis ist zugegebener maßen nicht ganz neu)
brogdingnagg - 29. Okt, 19:42
Im Herbst des Jahres 1960 unternahm John Steinbeck mit seinem Pudel am Beifahrersitz, eine Reise quer durch die USA, woraus sein Buch "Eine Reise mit Charley" entstand. Geert Mak hat sich 50 Jahre später auf Steinbeck's Spur geheftet und ist von Sag Harbor im Nordosten, entlang der kanadischen Grenze bis an die Westküste gefahren, von dort nach Süden und weiter über San Francisco bis nach New Orleans. Das Buch, das daraus entstand ist nicht nur ein wunderbarer Reisebericht, der viele Facetten der heutigen USA, des Landes, wie der Bewohner zeigt, ist nicht nur ein einfühlsames Portrait von John Steinbeck sondern ist ganz nebenbei auch ein spannender Abriß zur Geschichte der USA.
In einer leichtfüßigen Sprache fügen sich Mak's Reiseeindrücke von 2010 zu den Notizen Steinbecks aus 1960, ergänzt durch Historisches und Tagespolitisches - kurz gesagt: knapp 600 mitreißende Seiten, ganz ohne "Längen". Allerdings, trotz oder gerade wegen Mak's sehr anschaulich beschriebener Eindrücke hätte sich das Buch eigentlich auch einen kleinen Bildteil aus des Autors Reisealbum verdient!
Dem Umschlagtext kann ich jedenfalls nur voll zustimmen: "Geert Mak ist der Geschichtslehrer, den wir alle gerne gehabt hätten!"
Geert Mak, Amerika!
Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten,
Siedler Verlag, 2013
brogdingnagg - 25. Okt, 22:19
bier kochen und ein gulasch trinken - ein chilliger nachmittag.
ähhm...
brogdingnagg - 12. Okt, 15:43

die flaute im büro machte ein paar erste schritte in html und css möglich. als ergebnis ging vorgestern das erste projekt ins netz!
ist ganz gut geworden - für einen ersten versuch, oder!?
die ganze site ist
hier zu sehen!
brogdingnagg - 11. Sep, 15:10
Sehr geehrtes Team von Interchalet,
Danke für Ihre email.
Leider waren wir mit dem, von Interchalet vermittelten Ferienhaus überwiegend nicht zufrieden. Die Haupt-Kritikpunkte sind
1. die Anlage zur Stromversorgung im Haus,
2. die Zufahrtsstraße von Dobropoljana zum Haus,
3. die Ausstattung des Hauses allgemein.
zu Punkt 1.: Die gesamte Stromversorgung des Hauses wird aus einem einsamen Photovoltaik-modul gespeist, was augenscheinlich zu wenig ist: Wenn in zwei Räumen abends für 1-2 h das Licht angemacht wird, bleibt zum anstecken zweier Gelsenstecker über Nacht, geschweige denn zum Aufladen eines Mobiltelefons nicht genug Energie. Des weiteren muss bezweifelt werden, daß das Elektrik-System von professioneller Hand ausgeführt wurde (mit Isolierband umwickelte Drahtverbindungen usw.) - innerhalb von 8 Tagen waren wir zweimal mit einem Totalausfall der Elektrik konfrontiert. Im ersten Fall präsentierte der Hausherr nach erfolgter Reparatur ein durchgeschmortes Kabelstück als Schadensursache!
zu Punkt 2.: Die 6km lange Zufahrtsstraße zum Haus ist abschnittsweise in einem Zustand, welcher für normale Pkws nicht zumutbar ist. Insbesondere bei An- und Abreise (voll beladen) ist eine Beschädigung von Bodenplatte, Auspuff etc. bzw. überstehender Teile wie Anhängerkupplung nicht zu vermeiden. Darauf sollte in der Hausbeschreibung deutlich hingewiesen werden, die bloße Einschränkung für "tiefer-gelegte Pkws" ist eindeutig zu wenig!
zu Punkt 3.: Die Ausstattung des Hauses ist äußerst rudimentär, das vorhandene Mobilar ist stark abgewohnt. Beispielsweise besteht die, in der Hausbeschreibung erwähnte "Außendusche" aus einem teerbeschmierten Fass, teilweise abgedeckt mit einem Holzbrett und einem Stein, sowie unten einem Stück Rohr, an welches mit Klebeband (!) ein rostiger Kugelhahn befestigt ist. Um diese "Dusche" in Betrieb zu nehmen, müsste man vorher einen Kübel o.ä. finden, mit welchem das Fass mit Wasser zu füllen wäre, wovon wir allerdings angesichts der im Fass lebenden Insektenpopulation Abstand genommen haben.
Die beschriebenen Umstände haben letztlich auch den Ausschlag gegeben, unseren Urlaub nach 8 Tagen abzubrechen.
Wir haben in den vergangenen Jahren viele, durchwegs sehr gute Erfahrungen mit Ferienhäusern in der gleichen Preisklasse gemacht - das von Interchalet vermittelte Haus rangiert dbzgl. am untersten Ende.
mit freundlichen Grüßen
brogdingnagg - 1. Aug, 09:14
am abend zeigt das elektrische system im haus interessante verhaltensweisen: dreht man ein licht an, leuchtet die lampe kurz auf und verlischt dann langsam. ok, die batterie wird wohl leer sein, wieder mal zuviel verbraucht (bloß womit? mit einer stunde ipad aufladen?) - die "in-betrieb-leuchte" am sicherungskasten geht mit der verdimmenden lampe aus und leuchtet kurze zeit später wieder auf...? naja, morgen wenn die sonne scheint wird's schon wieder aufladen und funktionieren!
als die familieninternen diskussionen um die gerechte verteilung der taschenlampen endlich erledigt sind, ist die "in-betrieb-leuchte" endgültig verloschen, stattdessen tönt aus der umgebung des "technikraums" nun ein hochfrequenter, sirrender dauerton - ("hab' ich jetzt plötzlich einen tinitus, oder hört's ihr das auch?") - welcher uns nicht nur die halbe nacht wach hält, sondern auch intensives nachdenken über die möglicher weise unmittelbar bevorstehende selbstentzündung von popeye's e-installation verursacht.
solcher art entnervt, vor allem aber da v.'s fiebriger infekt sie hartnäckig im griff hat, beschließen wir, den desaster-urlaub vorzeitig abzubrechen und morgen die heimreise anzutreten.
brogdingnagg - 22. Jul, 22:43