jeden tag der gleiche zug mit der gleichen verspätung, jeden tag die selben paar menschen, die verschlafen in den sitzen hocken, jeden tag die beiden lauten dampfplauderer, die reden und reden, als hätten sie sich schon jahre lang nicht gesehen und trotzdem nichts zu sagen. jeden tag die geschmackloseste frau der welt mit jeden tag grotesk geschmacklosen kleidungsstücken, jeden tag der bärtige mann, der bis zur tür raucht und beim aussteigen sofort in der tür wieder eine anzündet. jeden tag der gleiche weg, über die straße, durch die allee, wieder über die straße, jeden tag der dicke typ im trainingsanzug, der dem dackel beim scheißen zuschaut. jeden tag über den parkplatz, an tuienhecken entlang, jeden tag schüler die aus den häusern kommen, aufeinander warten und sich auf den weg machen, der kapperlträger, der aus der tiefgarage kommt und jeden tag zu schnell die gasse entlangfährt. jeden tag über den zebrastreifen, jeden tag die gleiche angst von einem telefonierenden lkw-fahrer überfahren zu werden, dann jeden tag das letzte windige wegstück.
und jeden tag das flugzeug, das immer höher steigt und in den wolken verschwindet. es ist die OS511 nach Mailand, jeden tag.
brogdingnagg - 21. Sep, 11:23
zu peter henisch sind wir leider etwas zu spät gekommen, weil v. sich fünf mal umentscheiden musste, bis das wirklich passende outfit gefunden war – aber das war dann perfekt! peter henisch war also schon mittendrin in seiner vorlesung als wir uns ins vollgestellte zelt vor dem burgtheater hineindrängten, aber ich hatte sein neues buch „die schwarze madonna“ auf meiner imaginären unbedingt-bald-kaufen-liste ohnehin schon längst gedanklich doppelt unterstrichen.
danach kam martin amanshauser, der mit seinem mega-originellen „ich-bin-nicht-martin-amanshauser-t-shirt“ und seinem dazu passenden einstiegswitzchen gleich mal einen brüllend komischen auftritt hinlegte. *gäähhhn*. sein neues büchlein „alles klappt nie“ ist ein wahres füllhorn, voll von ebenso überraschenden wie originellen einfällen und hintergründigen tiefsinnigkeiten, wie etwa dass peter westenthaler genagelte schuhe trägt, markus rogan ein schlauer feschak und frank stronach ein arroganter geldsack ist. und der lustige martin hat daraus eine lustige geschichte gemacht, aus der er dem lustigen publikum eine lustige halbe stunde lang die allerlustigsten stellen vorgelesen hat. wer ganz lustig war, der konnte sich auch gleich eins von martins lustigen anfangsgag-leiberln kaufen, damit er/sie beim lesen auch immer entsprechend lustig angezogen ist.
zum glück war dann wieder schluss mit lustig und es kam werner kofler an die reihe. nachdem ich dem inneren monolog aus "die kalte herberge" eine halbe stunde lang wie paralysiert, mit halboffenem mund atemlos staunend zugehört hatte, wusste ich, welch riesengroße lücke bisher in meinem bücherregal klaffte. (der erste teil zum schließen dieser eklatanten fehlstellen (!), das "triptychon" findet sich übrigens in der seitlichen leiste gleich praktisch verlinkt zum online-einkauf!)
nach dem iranischen schriftsteller sahid und dessen buch "ich und der islam" als weiteres highlight unseres rund-um-die burg-ausschnitts gönnten v. und ich uns zwei kleine bierchen welche meine mir angeborene kontaktscheuheit dann auch soweit reduzierten, dass es mir schlussendlich noch gelang, die zwei neuen bücher (kofler und sahid) von den autoren signieren zu lassen. ein perfekter abend also!
brogdingnagg - 19. Sep, 16:52
v. wurde in den letzten drei nächten jeweils von einem leisen, unangenehm feucht-schmierigen quetschgeräusch geweckt, welches nur dann zu hören ist, wenn spock sich ihrer diarrhoen stoffwechselreste im geräumigen pflanzkübel der poenix theophrastii (kreta-dattelpalme) entledigt. dies ist nicht nur deshalb ärgerlich, weil spock für derlei geschäft eine nachtschlafene zeit (zwischen 3 und 4 uhr morgens) wählt in der sie sich mit einigem recht unbeobachtet fühlen kann, sondern auch deshalb, weil die buchstäblich atemraubende giftgaswolke die nach ertönen des besagten quetschgeräusches das zimmer durchflutet ein wieder-einschlafen völlig unmöglich macht und einen eher an den rande der bewußtlosigkeit führt. es ist natürlich zu verstehen, dass spock, vom darmdruck getrieben sich verschlafen vom sofa wälzend, keine große lust verspürt, ins erdgeschoß zu schleichen um das vorgesehene örtchen aufzusuchen, sondern lieber in der naheliegenden blumenerde scharrt. aber auch die bequemste katze wird verstehen müssen, dass derart schlechtes benehmen von der nächtlich erzürnten ernährerin und pflanzenliebhaberin auch in zukunft mit einem erzieherischen arschtritt bedacht werden wird.
brogdingnagg - 19. Sep, 10:58
ausnahmsweise heute mal ein geklauter oder sagen wir lieber ein ausgeborgter beitrag
und zwar folgende rechenaufgabe:
Eine Mutter ist 21 Jahre älter als ihr Kind und in 6 Jahren wird das Kind 5 mal jünger sein, als die Mutter.
Frage: Wo ist der Vater?
auch wenn’s nicht gleich so aussieht, lässt sich diese aufgabe mathematisch lösen!
des rätsels lösung demnächst.
brogdingnagg - 13. Sep, 12:54
in den letzten tagen sorgte die anzeige des zweizeiligen bildschirmchens (eigentlich textschrimchens!) der büroeigenen espressomaschine für zunehmende beunruhigung in der belegschaft. ENTKALKEN stand da in anklagend-auffordernden großbuchstaben zu lesen. dass trotzdem keine panik ausbrach war letztlich nur dem wörtchen Betriebsbereit zu verdanken, welches in der zweiten zeile des displays für beruhigung sorgte. es wurde weiter gemahlen und gebrüht, das mahlwerk kreischte, der dampf dampfte und der hahn tropfte. besorgte nachfragen, ob denn nun nicht das entkalkungsmittel anzuwenden sei wurden von zuständiger stelle abgewimmelt; die herrin über kaffeekassa, entkalker und servicetechnikerrufnummer prostete den besorgten kaffee-junkies mit grünteegefüllter tasse zu und sagte, zufrieden auf einen monatsvorrat fettfrei-molke-wellness-getränke blickend, lapidare sätze wie „des geht schon noch…“
gestern schritten dann endlich zwei akademisch-technisch ausgebildete und ebenso hochbezahlte spezialisten (allerdings nicht für kaffeemaschinen) offenbar in ermangelung anderer dringend zu erledigender arbeiten, zur tat und beschlossen, dem high-end-heißetränkespender jeglichen grund zur beschwerde zu nehmen.
nachdem das entkalkungsmittel aufgefunden, 20 minuten über zusammensetzung und den richtigen verdünnungsgrad des entkalkers gefachsimpelt und letztlich auch das rätsel ob denn nun die noch nicht vermahlenen bohnen zwischenzeitlich zu entfernen wären, gelöst war, konnte dem schriftlichen befehl der maschine dann endlich folge geleistet werden.
bloß diese weigerte sich standhaft dies zur kenntnis zu nehmen und forderte weiterhin ENTKALKEN am display!?
die bemühungen der beiden projektleiter waren nach einigem ratlosen herumdrücken auf den wenigen bedienknöpfen von erfolg gekrönt: Betriebsbereit vermeldete das gerät. letztendlich uneingeschränkt und ohne zusatztext.
bloß, lässt sich seither durch drücken der taste für großer kaffee gerade einmal der verschluß einer handelsüblichen mineralwasserflasche mit tiefschwarzer brühe füllen, wogegen bei drücken der taste für kleiner kaffee ein guter viertel liter leicht bräunlich gefärbten wässerchens zu tage tritt was sowohl das fassungsvermögen der design-moccahäferl wie auch die geduld der p.t. moccatrinker weit über gebühr strapaziert!
brogdingnagg - 13. Sep, 11:58

es war eine wirklich schwere geburt – oder besser gesagt ein laaanger weg, bis endlich alle texte fertig geschrieben und alle fotos im kasten waren, alle überschriften passten und das layout zusammengestellt war! aber nun ist es endlich fertig, das neue gemeindemagazin der Grünen Ebreichsdorf. für alle, die das pech (?) haben nicht in ebreichsdorf zu wohnen und die zeitung daher auch nicht im postkasten finden können , gibt’s die onlineversion zum download unter
www.bezirkbaden.gruene.at.
brogdingnagg - 12. Sep, 09:31
die anzeigemonitore zeigen in einem anflug von einigkeit oder kollektiver dienstverweigerung den höchst aufschlussreichen halbsatz: „Lautsprecherdurchsage beachten!“
kaum beschlossen, dem befehl fürsorglicher fahrdienstleiter folge zu leisten, erfolgt auch schon die erste lautsprecherdurchsage: „dingdong, vorsicht bahnst…“ – der weitere text ist aufgrund eines geräuschvoll durchdröhnenden zuges leider nicht zu hören. vermutlich sollte die lautsprecherdurchsage vor dem durchdonnern warnen – nun, das wäre ja jetzt erledigt.
nach durchfahren des letzten waggons wird nun auch per lautsprecher auf das nichtfunktionieren der anzeigemonitor hingewiesen und nahegelegt „die lautspecherdurchsagen zu beachten“ – wunderbar hörbar, rausch und verzerrungsfrei in die sanfte stille am bahnhof hineingesagt. - jawohl, wird beachtet! – und schon gibt’s dazu gelegenheit: „dingdong, vorsicht bahnst…“ das schon bekannte donnern und scheppern, diesmal von der anderen seite, macht den sicherlich spannenden rest der durchsage leider unhörbar.
die 10 minuten verspätung des eigentlich erwarteten zuges, gaben gelegeneheit dieses spiel noch zweimal zu wiederholen, vermutlich wurde irgendwann während dem donnern und scheppern auch die verspätung verkündet, aber man merkt’s ja auch so, dass man warten muss …
brogdingnagg - 7. Sep, 16:00
demnächst ist wieder fotomarathon in wien! und obwohl wir im vorigen jahr in der ergebnisliste irgendwo im hinteren mittelfeld gelandet sind (völlig ungerechtfertigt natürlich!) werden V. und ich auch in diesem jahr wieder 20 euro dafür zahlen, den ganzen tag mit der kamera durch die stadt rennen zu dürfen, auf der suche nach bildern zu irgendwelchen schlagwörtern, die sich irgend ein namenloser angestellter der wirtschaftskammer in stundenlanger kreativ-nachdenkarbeit mühsam abgerungen hat … blöd eigentlich, aber diesmal gewinnen wir!
www.foto-marathon.at
brogdingnagg - 1. Sep, 08:54
auf der diesjährigen urlaubs-leseliste stehen wegen des eigentlich unglaublich schlechten wetters, eine ganz erkleckliche anzahl titel. auf platz eins der internen hitliste landet unangefochten peter stamm. die erzählungen im buch Blitzeis (btb) sind wunderbar zu lesen und, wie V. sehr treffend formulierte, „um des erzählens willen geschrieben“. die einfache, schnörkellose sprache und die zurückhaltende, aussparende erzählweise lähmen nicht mit langmächtigen beschreibungen, sondern lassen jede menge platz, sich einzufühlen, sich vorzustellen, sich auszumalen…
brogdingnagg - 26. Aug, 10:27
längst einmal an der zeit, hier kulinarisches zu thematisieren und eine einschlägige rubrik zu begründen! und eine gute gelegenheit dazu kommt als mitbringsel von der hurtig-route, im reisegepäck fürsorglich aufmerksamer norwegenurlauber. Ekte Geitost – feiner hartkäse aus schafsmolke, schaut zwar aus wie skiwachs, schmeckt aber viel besser – süß, caramelig, würzig, … sensationell!
danke!
brogdingnagg - 25. Aug, 12:43
manchmal kann man ja doch etwas lernen, im fernsehen! zum beispiel in einem sogenannten "wissenschaftsmagazin" im deutschen privatfernsehen, einem von diesen televisionären „Ybs-heftl'n für erwachsene“. in einem solchen wurde gestern erklärt, dass die phrase die arschkarte ziehen weder etwas mit vulgären schnapserrunden zu tun hat, noch eine launige umschreibung für tombolatreffer im swingerklub ist, sondern vielmehr ein aus der zeit des schwarzweiß-fernsehens stammender ausdruck für das zücken der roten karte durch den schiedsrichter bei fußballerischen kapitalvergehen. zur besseren erkennbarkeit für den zuschauer daheim am zimmerantennengespeisten, grieselig-flimmernden empfangsgerät wurde nämlich die gelbe karte aus der brust- und die rote karte eben aus der gesäßtasche des schiedsrichterlichen outfits gezogen, womit letztere also, bewusst verstaut im und hervorgezogen aus dem nahbereich des namensgebenden körperteils, bei zücken, obwohl farblos, gut erkennbar für alle zur arschkarte und damit eindeutig identifizierbar wurde! wer hätte das gedacht...!
brogdingnagg - 23. Aug, 10:31
physisch bin ich zwar schon längst wieder daheim, die zum beschicken dieses bescheidenen forums nötige sprache, einfälle, motivation und dergleichen sind aber allem anschein nach immer noch auf urlaub, oder in irgendein sommerloch gefallen!?!
daher in der zwischenzeit ein kleines bild, welches vor kurzem aus den unergründlichen weiten des internets in meiner mailbox angeschwemmt wurde...
brogdingnagg - 18. Aug, 12:26
was die steirische övp so alles in ihren "seminaren zur Medienschulung“ verzapft, und offenbar auch schon die längste zeit praktiziert, ist hier nachzulesen:
http://www.stmk.gruene.at/themen.php?tid=35873&wo=0&kat=medienpapier&kid=2081
leider sind bei der övp bisher
„…die fingierten leserbriefe relativ leicht erkenntlich…“ weil es den professionellen leserbriefschreibern in der övp nur schwer gelingt
„…das parteiwording auszublenden…“.
daher braucht’s ein umfassendes schulungspapier, in dem die övp’ler nachlesen können, dass in leserbriefen
„…politische Mitbewerber attakiert…“ werden sollen, zB in dem man sie als
„…Faulpelz und Verhinderer…“ darstellt. Werden Parteiphrasen vermieden und
„…absichtlich Tipp- und Rechtschreibfehler (in erträglichem Maß) eingestreut …“ (sic!) so wirkt das ganze gleich viel glaubwürdiger.
Postings im ORF dürfen schon mal ruhig
„… unsachlich und untergriffig sein…“.
wer die politik des schwarzen machterhaltungsvereins mit katholischem mäntelchen in den letzten jahren auch nur mit einem halb geöffneten auge betrachtet hat, braucht davon jetzt aber nicht wirklich überascht zu sein, oder?
brogdingnagg - 13. Jul, 12:57
jeder mensch macht fehler. manche schreiben zum beispiel geburtstag mit z (geburztag!?), andere überfahren Stoppschilder weil die oma am handy g’rad erzählt, was es daheim gutes zum essen gibt. wieder andere nehmen geld, welches leicht dafür reichen würde, sich in einigermassen hippen studentenlokalen eine veritable krone aufzusetzen und legen es, anstatt in die hände des kellners im studentlokal stattdessen auf die überbreite verkaufstheke einer kinokassa und verlangen vom dahinter sitzenden headset-umrahmten blondchen zwei eintrittskarten für die vorführung eines steven-spielberg-films. das ist ein fehler. ein schwerer sogar. anschließend muss man/frau diesen fehler bitter büßen und tom cruise zwei stunden lang beim hysterischen weglaufen vor grotesken, dreibeinigen riesen-bügeleisen zusehen, muss mitansehen wie toms klugscheißerische kinder jedes laienpsychologen-klischee vom schlechten, weil von-der-mama-getrennt-lebenden papa strapazieren, wie die riesen-bügeleisen zwar mit einem fußtritt ganze hochhäuser umschmeißen und mit einem mikrowellenstrahl hunderte statisten gleichzeitig aufkochen, auf der suche nach tom und seiner ohne unterbrechung schluchzenden tochter aber mit langen kameraarmen hinter jedem kastl extra nachschauen, anstatt es einfach aufzukochen und plattzutreten, bis schließlich, nach zwei stunden gerenne und geschluchze und gedröhne und geschreie endlich alles doch noch gut ausgeht, weil tom und die seinen wie durch ein wunder völlig unversehrt aus mikrowellenstrahlen und flammeninferno entkommen und die bösen außerirdischen ganz von allein an irgendwelchen schnupfenbakterien sterben. ups, jetzt hab' ich das ende verraten!? aber bei Krieg der Welten bis zum ende zu bleiben wäre ohnehin der zweite große fehler an einem tag gewesen.
brogdingnagg - 9. Jul, 19:45
der erste tag begann mit der entdeckung einer dick angeschwollenen beule an spock’ens kinn. kann nicht so schlimm sein, denkt sich der besorgte tierfreund und bringt die katze in tierärztliche hände, welche sogleich mit skalpell und antibiotikum zur stelle sind und den unsympathischen eiterherd buchstäblich ausräumen – keine große sache, erledigt!
am folgenden tag ist die katze wohlgelaunt, dankt den befüllten napf mit einem fröhlichen augenzwinkern, die obligaten streicheleinheiten quittiert sie mit einem langsamen zwinkern. der wunsch nach draussen zu gehen wird mit augenklimpern gemorst, die fliege wird heute nicht gefangen, sondern angeblinzelt – bindehautentzündung sagt die tierärztliche telefondiagnose, aber das sei mit entsprechender medikamentierung leicht in den griff zu kriegen – was für ein glück, erledigt.
am dritten tag hinterlässt spock im ganzen haus unschöne, schnell trocknende rote tropfen. die tierärztin begrüßt uns wie alte freunde und teilt wenig später mit ernster miene mit, dass spock nur durch eine öffnung des unterbauches zu retten sei, was noch am selben tag zu geschehen habe. was bleibt da noch zu wollen – die katze wird also einen halbtag auf nulldiät gesetzt, hernach narkotisiert, schließlich aufgeschitten und das grausig kranke organ entfernt.
mittlerweile kann spock sogar schon wieder halbwegs gerade gehen und hofft inständig, die tierärztin so bald nicht mehr wieder sehen zu müssen. wir auch.
brogdingnagg - 8. Jul, 07:50
Im Budget-Voranschlag 2005 wurden während der Auflagefrist Seiten ausgetauscht. Wer somit am letzten Tag Einsicht nahm, fand andere Unterlagen vor als zu Beginn der Auflagefrist. Dies ist klarer Weise völlig im Widerspruch zum Sinn der öffentlichen Auflage und zeigt einmal mehr, das mangelnde (Rechts-)Verständnis von Pilz und Co. In der darauffolgenden Sitzung befragt, versuchte sich Bgm. Pilz mit der Erklärung, der Austausch sei nach Absprache und mit Biligung der zuständigen Landesbehörde geschehen, aus der Affäre zu ziehen. Beides wurde nun von der Behörde schriftlich widersprochen. Im diesbezüglichen Schreiben aus der Landesregierung heißt es, wenig überraschend, dass „ein Austauschen von Seiten nicht zulässig ist“ und dass „ein Hinwegsetzen über gesetzliche Bestimmungen vom Land NÖ nicht akzeptiert wird.“
Nun mögen manche meinen, die ganze Aufregung lohne nicht, wegen einiger ausgetauschter Seiten. Aber: Die öffentliche Auflage ist zwingend vorgeschrieben und stellt ein ganz wesentliches Element der Transparenz und Bürgerinformation dar. Dies wurde vom Bgm ignoriert. Und was fast noch schlimmer ist, darauf angesprochen gibt der Bgm. vor dem Gemeinderat Erklärungen ab, die nachweislich nicht stimmen.
Herr Pilz, ihr Rücktritt bitte!
brogdingnagg - 5. Jul, 08:06