demnächst ist wieder fotomarathon in wien! und obwohl wir im vorigen jahr in der ergebnisliste irgendwo im hinteren mittelfeld gelandet sind (völlig ungerechtfertigt natürlich!) werden V. und ich auch in diesem jahr wieder 20 euro dafür zahlen, den ganzen tag mit der kamera durch die stadt rennen zu dürfen, auf der suche nach bildern zu irgendwelchen schlagwörtern, die sich irgend ein namenloser angestellter der wirtschaftskammer in stundenlanger kreativ-nachdenkarbeit mühsam abgerungen hat … blöd eigentlich, aber diesmal gewinnen wir!
www.foto-marathon.at
brogdingnagg - 1. Sep, 08:54
auf der diesjährigen urlaubs-leseliste stehen wegen des eigentlich unglaublich schlechten wetters, eine ganz erkleckliche anzahl titel. auf platz eins der internen hitliste landet unangefochten peter stamm. die erzählungen im buch Blitzeis (btb) sind wunderbar zu lesen und, wie V. sehr treffend formulierte, „um des erzählens willen geschrieben“. die einfache, schnörkellose sprache und die zurückhaltende, aussparende erzählweise lähmen nicht mit langmächtigen beschreibungen, sondern lassen jede menge platz, sich einzufühlen, sich vorzustellen, sich auszumalen…
brogdingnagg - 26. Aug, 10:27
längst einmal an der zeit, hier kulinarisches zu thematisieren und eine einschlägige rubrik zu begründen! und eine gute gelegenheit dazu kommt als mitbringsel von der hurtig-route, im reisegepäck fürsorglich aufmerksamer norwegenurlauber. Ekte Geitost – feiner hartkäse aus schafsmolke, schaut zwar aus wie skiwachs, schmeckt aber viel besser – süß, caramelig, würzig, … sensationell!
danke!
brogdingnagg - 25. Aug, 12:43
manchmal kann man ja doch etwas lernen, im fernsehen! zum beispiel in einem sogenannten "wissenschaftsmagazin" im deutschen privatfernsehen, einem von diesen televisionären „Ybs-heftl'n für erwachsene“. in einem solchen wurde gestern erklärt, dass die phrase die arschkarte ziehen weder etwas mit vulgären schnapserrunden zu tun hat, noch eine launige umschreibung für tombolatreffer im swingerklub ist, sondern vielmehr ein aus der zeit des schwarzweiß-fernsehens stammender ausdruck für das zücken der roten karte durch den schiedsrichter bei fußballerischen kapitalvergehen. zur besseren erkennbarkeit für den zuschauer daheim am zimmerantennengespeisten, grieselig-flimmernden empfangsgerät wurde nämlich die gelbe karte aus der brust- und die rote karte eben aus der gesäßtasche des schiedsrichterlichen outfits gezogen, womit letztere also, bewusst verstaut im und hervorgezogen aus dem nahbereich des namensgebenden körperteils, bei zücken, obwohl farblos, gut erkennbar für alle zur arschkarte und damit eindeutig identifizierbar wurde! wer hätte das gedacht...!
brogdingnagg - 23. Aug, 10:31
physisch bin ich zwar schon längst wieder daheim, die zum beschicken dieses bescheidenen forums nötige sprache, einfälle, motivation und dergleichen sind aber allem anschein nach immer noch auf urlaub, oder in irgendein sommerloch gefallen!?!
daher in der zwischenzeit ein kleines bild, welches vor kurzem aus den unergründlichen weiten des internets in meiner mailbox angeschwemmt wurde...
brogdingnagg - 18. Aug, 12:26
was die steirische övp so alles in ihren "seminaren zur Medienschulung“ verzapft, und offenbar auch schon die längste zeit praktiziert, ist hier nachzulesen:
http://www.stmk.gruene.at/themen.php?tid=35873&wo=0&kat=medienpapier&kid=2081
leider sind bei der övp bisher
„…die fingierten leserbriefe relativ leicht erkenntlich…“ weil es den professionellen leserbriefschreibern in der övp nur schwer gelingt
„…das parteiwording auszublenden…“.
daher braucht’s ein umfassendes schulungspapier, in dem die övp’ler nachlesen können, dass in leserbriefen
„…politische Mitbewerber attakiert…“ werden sollen, zB in dem man sie als
„…Faulpelz und Verhinderer…“ darstellt. Werden Parteiphrasen vermieden und
„…absichtlich Tipp- und Rechtschreibfehler (in erträglichem Maß) eingestreut …“ (sic!) so wirkt das ganze gleich viel glaubwürdiger.
Postings im ORF dürfen schon mal ruhig
„… unsachlich und untergriffig sein…“.
wer die politik des schwarzen machterhaltungsvereins mit katholischem mäntelchen in den letzten jahren auch nur mit einem halb geöffneten auge betrachtet hat, braucht davon jetzt aber nicht wirklich überascht zu sein, oder?
brogdingnagg - 13. Jul, 12:57
jeder mensch macht fehler. manche schreiben zum beispiel geburtstag mit z (geburztag!?), andere überfahren Stoppschilder weil die oma am handy g’rad erzählt, was es daheim gutes zum essen gibt. wieder andere nehmen geld, welches leicht dafür reichen würde, sich in einigermassen hippen studentenlokalen eine veritable krone aufzusetzen und legen es, anstatt in die hände des kellners im studentlokal stattdessen auf die überbreite verkaufstheke einer kinokassa und verlangen vom dahinter sitzenden headset-umrahmten blondchen zwei eintrittskarten für die vorführung eines steven-spielberg-films. das ist ein fehler. ein schwerer sogar. anschließend muss man/frau diesen fehler bitter büßen und tom cruise zwei stunden lang beim hysterischen weglaufen vor grotesken, dreibeinigen riesen-bügeleisen zusehen, muss mitansehen wie toms klugscheißerische kinder jedes laienpsychologen-klischee vom schlechten, weil von-der-mama-getrennt-lebenden papa strapazieren, wie die riesen-bügeleisen zwar mit einem fußtritt ganze hochhäuser umschmeißen und mit einem mikrowellenstrahl hunderte statisten gleichzeitig aufkochen, auf der suche nach tom und seiner ohne unterbrechung schluchzenden tochter aber mit langen kameraarmen hinter jedem kastl extra nachschauen, anstatt es einfach aufzukochen und plattzutreten, bis schließlich, nach zwei stunden gerenne und geschluchze und gedröhne und geschreie endlich alles doch noch gut ausgeht, weil tom und die seinen wie durch ein wunder völlig unversehrt aus mikrowellenstrahlen und flammeninferno entkommen und die bösen außerirdischen ganz von allein an irgendwelchen schnupfenbakterien sterben. ups, jetzt hab' ich das ende verraten!? aber bei Krieg der Welten bis zum ende zu bleiben wäre ohnehin der zweite große fehler an einem tag gewesen.
brogdingnagg - 9. Jul, 19:45
der erste tag begann mit der entdeckung einer dick angeschwollenen beule an spock’ens kinn. kann nicht so schlimm sein, denkt sich der besorgte tierfreund und bringt die katze in tierärztliche hände, welche sogleich mit skalpell und antibiotikum zur stelle sind und den unsympathischen eiterherd buchstäblich ausräumen – keine große sache, erledigt!
am folgenden tag ist die katze wohlgelaunt, dankt den befüllten napf mit einem fröhlichen augenzwinkern, die obligaten streicheleinheiten quittiert sie mit einem langsamen zwinkern. der wunsch nach draussen zu gehen wird mit augenklimpern gemorst, die fliege wird heute nicht gefangen, sondern angeblinzelt – bindehautentzündung sagt die tierärztliche telefondiagnose, aber das sei mit entsprechender medikamentierung leicht in den griff zu kriegen – was für ein glück, erledigt.
am dritten tag hinterlässt spock im ganzen haus unschöne, schnell trocknende rote tropfen. die tierärztin begrüßt uns wie alte freunde und teilt wenig später mit ernster miene mit, dass spock nur durch eine öffnung des unterbauches zu retten sei, was noch am selben tag zu geschehen habe. was bleibt da noch zu wollen – die katze wird also einen halbtag auf nulldiät gesetzt, hernach narkotisiert, schließlich aufgeschitten und das grausig kranke organ entfernt.
mittlerweile kann spock sogar schon wieder halbwegs gerade gehen und hofft inständig, die tierärztin so bald nicht mehr wieder sehen zu müssen. wir auch.
brogdingnagg - 8. Jul, 07:50
Im Budget-Voranschlag 2005 wurden während der Auflagefrist Seiten ausgetauscht. Wer somit am letzten Tag Einsicht nahm, fand andere Unterlagen vor als zu Beginn der Auflagefrist. Dies ist klarer Weise völlig im Widerspruch zum Sinn der öffentlichen Auflage und zeigt einmal mehr, das mangelnde (Rechts-)Verständnis von Pilz und Co. In der darauffolgenden Sitzung befragt, versuchte sich Bgm. Pilz mit der Erklärung, der Austausch sei nach Absprache und mit Biligung der zuständigen Landesbehörde geschehen, aus der Affäre zu ziehen. Beides wurde nun von der Behörde schriftlich widersprochen. Im diesbezüglichen Schreiben aus der Landesregierung heißt es, wenig überraschend, dass „ein Austauschen von Seiten nicht zulässig ist“ und dass „ein Hinwegsetzen über gesetzliche Bestimmungen vom Land NÖ nicht akzeptiert wird.“
Nun mögen manche meinen, die ganze Aufregung lohne nicht, wegen einiger ausgetauschter Seiten. Aber: Die öffentliche Auflage ist zwingend vorgeschrieben und stellt ein ganz wesentliches Element der Transparenz und Bürgerinformation dar. Dies wurde vom Bgm ignoriert. Und was fast noch schlimmer ist, darauf angesprochen gibt der Bgm. vor dem Gemeinderat Erklärungen ab, die nachweislich nicht stimmen.
Herr Pilz, ihr Rücktritt bitte!
brogdingnagg - 5. Jul, 08:06
in der nacht vom 21. auf 22. juni wurde das sommerquartier des ungleichen aber doch innig verbundenen paares lena und willi von unbekannten räubern aufgebrochen, die beiden darin sitzenden gnadenlos hingemeuchelt und zum anschließend verzehr von den mitleidlosen tätern an unbekannten ort verschleppt.
lena und willi, zeitlebens als nette, streichelweiche hausgenossen geschätzt, mussten zuletzt doch noch, auf grausame weise erfahren was es heißt, trotz allem ein wildtier zu sein und sind als solche, nach kurzem leben und heldenhaftem kampf in die ewigen jagdgründe eingegangen. r.i.f.
brogdingnagg - 22. Jun, 09:57
kaffee und limo wären vorrätig, wein muss erst noch gesucht werden – na gut dann eben doch limo. nein, kein problem, wein kommt gleich, aber vorher noch ein eis für die kinderleins!
draußen ist alles einfach wunderbar. jeder blick über die grundstücksgrenze hinweg wird einem durch tujen und rosensträucher erspart, das biotop ist top und eingezäunt, das pool ist warm und überdacht, die handelsüblichen nadelhölzer sind fein säuberlich eingefasst. und auf die restlichen 25 quadratmeter ohne rosen, thujen, tanne oder zwergfichte passen leicht noch 8 gutgelaunte familien hin, mitsamt psychodelisch gemusterter picknickdecke und diversem kinderbeschäftigungsequipment. 3jährige schieben sich auf plastikgiraffen sitzend, mühsam durchs akurat gemähte unkrautfreie gras, stossen dabei den lauwarmen g’spritzen in die wiese, und attackieren alle in reichweite befindlichen mit spritzpistolen. halbwüchsige tracktieren abwechselnd gameboy und geschwister, zwischen schnullerbechern und aufgerissenen biskottenpackungen sitzen käsige erwachsene jenseits der 35 in geblümten slip-badehosen und sprechen, genüsslich das übriggebliebene eis des nachwuchses in sich hineinschlürfend, in langsamen, wohlgewählten worten über geburtstraumata und kindergartengebühren. dazwischen fallen dann sätze wie: „musst du mal gaxi? nein? sagst’es der mama wennst gaxi musst, gell!“ – aaaaarrrrggghhhh…!?!
brogdingnagg - 20. Jun, 13:14
kürzlich hat die stadtgemeinde ebreichsdorf eine firma gegründet. weil ja bekanntlich alles viel besser, schneller, billiger und überhaupt ist, wenn’s privatwirtschaftlich ist, wurde die grundstücksverwertungsgesellschaft (GruVerGes) ins leben gerufen. der chef dieser firma ist der bürgermeister (aber natürlich nicht der bürgermeister grundsätzlich, sondern nur solange der bürgermeister, solange dieser pilz heißt, danach wird man sehen..). die neue firma wird der stadtgemeinde in zukunft alle grundstücke abkaufen, welche die gemeinde geschenkt bekommt. und das sind gar nicht so wenige, denn sobald irgendwo ein fleckerl in bauland o.ä. umgewidmet wird, „muss“ der eigentümer der gemeinde ein stück von seinem fleckerl schenken. und weil die „fleckerl“ zumeist nicht so klein sind, kommt da schon einiges zusammen. das geld für’s einkaufen kommt zuerst mal vom eigentümer der neuen firma, also von der stadtgemeinde. die GruVerGes kann dann die ganzen fleckerl wieder weiterverkaufen und hoffentlich ordentlich dran verdienen, womit sie dann wieder bei der gemeinde einkaufen kann. und weil der chef der GruVerGes gleichzeitig auch bürgermeister ist, kann er auch d’rauf schauen, dass in der gemeinde immer nachschub an neuen fleckerln da ist. sehr praktisch eigenltich. besonders praktisch daran ist, dass der chef der GruVerGes niemanden zu fragen braucht wem er welches fleckerl warum verkauft oder warum eben nicht verkauft. wenn einer ein atombomben-versuchsgelände bauen will und den höchsten preis zahlt, dann kann er demjenigen die ganzen fleckerl der GruVerGes verkaufen, wenn er lust dazu hat. warum auch nicht, schließlich läuft so die privatwirtschaft. ob die ebreichsdorfer, denen die fleckerln ja eigentlich gehören ein atombomben-versuchsgelände haben wollen, oder nicht ist dabei völlig wurscht. bisher hat der bürgermeister auch schon fast ganz allein sagen können, dass wem ein fleckerl verkauft wird oder eben nicht verkauft wird. aber bisher konnten einige ebreichsdorfer (im gemeinderat) fragen warum und der bgm musste ihnen eine antwort geben. das war mühsam. und vor allem hat der bürgermeister für seine antworten auch nichts verdient. jetzt, als neuer chef der neuen gesembeha verdient er natürlich was. nicht viel, aber doch immerhin ein bissl mehr als ein mindestrentner. super, so eine gesembeha!?!
brogdingnagg - 15. Jun, 13:27

gute nachrichten: spock hat seine „
orks-verdauung“ beinahe vollständig überwunden und gleichzeitig zur kenntnis genommen, dass die gefäße am fensterbrett der aufzucht mehr oder minder exotischer pflanzen dienen und nicht als behältnis für notdurft zur verfügung stehen. zu spockens hauptbeschäftigung ist es mittlerweile geworden, im bemühen einen singvogel zwischen die am sofa geschärften krallen zu bekommen, durch die nicht mehr als schütter wachsende wiese zu robben und der entkommenen jagdbeute dann jedesmal entäuscht hinterher zu schauen… faszinierend!
brogdingnagg - 9. Jun, 12:35

V. und ich haben den weltnichtrauchertag (31.mai) zum anlass genommen und sind nun immerhin schon 6 tage vom qualm befreit… und sooo schwer war’s bisher eigentlich nicht!
brogdingnagg - 7. Jun, 15:16