wärmste empfehlung!
siehe da.
brogdingnagg - 2. Jan, 15:54
...wenn "man nicht mehr weiß, wann man das letzte mal getanzt hat, oder wenn man der älteste ist, der tanzt." (Sibylle Berg, Ende gut)
brogdingnagg - 31. Dez, 15:09
das buch zum weltuntergang und zum jahreswechsel: Sibylle Berg, Ende gut. Eine Frau sieht die Welt in Terror, Krieg und Seuchen untergehen und findet dabei zu sich selbst. Ein radikaler Roman, ein apokalyptisches Roadmovie mit - nona - gutem ende. Der monologartige stil erinnert in seiner Übertreibung und Schonungslosigkeit etwas an Thomas Bernhard, hat allerdings ein ganz anderes, höheres tempo. teilweise zum brüllen komisch, teilweise zum fürchten schrecklich - unbedingt lesen!
brogdingnagg - 31. Dez, 14:57
... wenn wir am samstag abend irgendwo im geparkten auto sitzen und auf den abzuholenden nachwuchs warten.
brogdingnagg - 11. Nov, 12:59
... wenn wir im klettergarten panisch im gurt hängen und die kindergartler milde lächelnd an uns vorbeiklettern!
brogdingnagg - 17. Okt, 14:57
... wenn wir uns über die neuanschaffung einer kartoffelpresse wirklich freuen und diese gleich ausgiebig probieren müssen. (kürbisgnocchi!)
brogdingnagg - 22. Sep, 20:00
Aus der Wiener Bezirkszeitung Floridsdorf, Ausgabe 36, erfahre ich zweierlei: zum einen, in der Brünner Straße ist die Errichtung eines Radweges geplant, zum anderen, die Bezirks-VP ist dagegen.
Hätten sich Bezirksrätin A. Mayrhofer und Bezirksrat W. Rada auch nur kurz auf's Rad gesetzt und gerade jene Strecke auf welche sie am Foto in der BZ etwas hilflos zeigen, als Radfahrer selbst zu befahren versucht, so wüssten sie, dass gerade dort ein Radweg dringend nötig ist. Die Brünner Straße vom Floridsdorfer Spitz weg, wo der Radweg buchstäblich mitten auf der Kreuzung endet, mit dem Fahrrad zu befahren kann in der vorhandenen baulichen Situation getrost als lebensgefährliches Hazardspiel bezeichnet werden.
Die Behauptung der VP BezirksrätInnen, wegfallende Parkplätze würden ein Verkehrschaos erzeugen ist völlig unsinnig - es gibt keinen Grund dies anzunehmen. Nach wenigen Wochen hat sich herumgesprochen, dass dort keine Parkplätze vorhanden sind und somit gibt's auch keine Parkplatzsuchenden mehr die für Verkehrschaos sorgen könnten.
Der Vorschlag der VP, die Radfahrer auf Umwege über entfernte Gassen zu schicken ist nicht nur völlig im Widerspruch zum Grundsatz der Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer und moderner Verkehrsplanung im allgemeinen, sondern im speziellen auch entgegen den Interessen der Wirtschaft in besagtem Bereich selbst. Gute Erreichbarkeit mit dem Fahrrad (und auch zu Fuß) bringt nach allen Erfahrungen immer wesentlich mehr Kunden als eine Handvoll Autoabstellplätze! Die unbestreitbaren Vorteile gut ausgebauter Fahrradinfrastruktur für Stadtraum-und Lebenqualität sind dann noch Bonus!
Radweg auf der Brünnerstraße: Jetzt!
brogdingnagg - 7. Sep, 09:06
1 kind ins pfadfinderlager verabschiedet,
2 einladungen zum essen ausgesprochen,
3 stunden insgesamt mit einkaufen verbracht,
4 mal ins pool gesprungen,
5 gäste bekocht,
6 fische gegrillt,
20 kilo marillen geerntet,
38 gläser marmelade eingekocht,
x bier getrunken,
... nach dem wochenende brauch‘ ich erstmal pause!
brogdingnagg - 9. Jul, 08:02
... wenn wir massenhaft obst ernten und dann das wochenende mit marmelade-kochen verbringen!
brogdingnagg - 9. Jul, 07:43
... wenn wir für den nachwuchs den sommerlagerrucksack packen und zum bahnhof schleppen!
brogdingnagg - 9. Jul, 07:41
Der rote knopf mit dem dreieck d‘rauf, meist in der mitte des armaturenbretts positioniert, hat nicht die funktion „Verkehrsregeln-Ausschalten“!
brogdingnagg - 28. Jun, 08:41

... wenn wir in der u-bahn ganz selbstverständlich am besondere-bedürfnisse-sitz platz nehmen und meinen, wir säßen dort genau richtig!
.
brogdingnagg - 5. Mai, 13:24
wärmste empfehlung!
siehe da
brogdingnagg - 24. Apr, 13:04
Wer sich ins österreichische Arzt- und Spitalssystem begibt, kommt darin um ...und wird eventuell jahrzehnte später als verhungertes skelett irgendwo in einer vergessenen ecke eines verlassenen wartezimmers aufgefunden.
Um eine kleine, „minimalinvasive“ op über sich ergehen zu lassen braucht man 6 arzttermine mit insgesamt ca. 3,5h wartezeit. Dazu wird man 4x von uinterschiedlichen ärzten gefragt ob man eine medikamentenallergie hat, was man allerdings auch auf 4 inhaltlich ziemlich gleichen fragebögen ankreuzen muss. die beantworteten fragebögen liest sich allerdings nie irgendwer durch.
brogdingnagg - 24. Apr, 12:34
... wenn wir uns teure navigationsgeräte anschaffen, obwohl wir doch auf eine zehnjährige karriere als pfadfinder zurückblicken.
brogdingnagg - 19. Apr, 09:33
Mit 17 kannst Du Dir kaum vorstellen, wie du die ganze Scheiße aushalten sollst, ohne Dir früher oder später das Leben zu nehmen. Mit 19 wird der club27 beschworen dem du dich cooler weise eventuell anschliessen wirst, mit 25 prophezeist Du Dir den sicheren Flugzeugabsturz mit spätestens 33, mit 28 fürchtest Du Dich vor dem 30er und mit 34 weißt Du, dass 35 zu werden auch keine große Sache ist.
Und so lebst Du dahin, verschlingst haufenweise gauloise und hektoliter von alkoholika, denn schließlich: „man lebt nur einmal!“
Und dann bist Du plötzlich 40 oder kurz davor, und findest dich im Wartezimmer des Radiologen wieder.
Die unbequemen abgewetzten Sesseln, die alten abgegriffenen illustrierten, das ausweglose Aufgerufenwerden, einer nach dem anderen - Herr p. Bitte, Zimmer 2.
Und während du dort stehst, den oberkörper folgsam freigemacht, deiner schützenden kleidung wie Deiner souveränität plötzlich entledigt, in position gestellt und zurechtgerückt – beschleicht Dich plötzlich eine diffuse angst. die kalte metallplatte mit dem positionslinien an welche du anweisungsgemäß die brust drückst, jagt dir einen eisigen schauer über den rücken. Du starrst an die wand und hältst die luft an, während dich die dame im weißen mantel kurz alleine lässt in dieser trostlosigkeit.
Was wird der metallisch brummende und klickende apparat hinter dir, mit seinen tödlichen strahlen die er durch dich hindurch jagt, zutage fördern. Ein bild, welches dein leben, so wie es jetzt ist, deine zukunft, so wie du sie erhoffst, in diesem raum, hier, heute, in diesem augenblick enden lässt?
„danke, bitte warten Sie hier einen moment.“ – der eine moment wird quälend lang, in der erwartung, hier entlassen zu werden.
Doch noch ist es nicht so weit, denn das frontalbild muss wiederholt werden. Und während Du noch versuchst in den gesichtern der beiden damen zu lesen, was denn nun beunruhigendes, unklares auf dem ersten bild zu sehen ist, dass gleich ein zweites gemacht werden muss, erklärt die dame, der erste versuch wäre „veratmet“ , (also verwackelt!?) und daher nicht brauchbar. Also nochmal, in position, kalter schauer, nochmals luft anhalten, starren, alle raus, nochmals brummen, strahlen, klicken – fertig.
Und als du durch die tür endlich draussen bist, mit den freundlichen damen im rücken, welche sich deine fotos „bis morgen“ anschauen werden, was aber ohnehin nicht dringend ist, schließlich hast Du ja keine beschwerden, alles nur zu routinezwecken, schaut die welt schon wieder viel freundlicher aus.
Und das radl ist zum glück auch noch da.
Fortsetzung folgt hoffentlich nicht.
brogdingnagg - 17. Apr, 14:20
der fast neue ipod hat eine ausgiebige runde in der waschmaschine gedreht, inklusive schleudern! musik-abspielen möchte er verständlicher weise jetzt nicht mehr. die mürrische dame, welche in wöchentlichen abständen mühsam aufgeräumte schneisen ins chaos-dickicht unseres haushaltes schlägt, lässt keinen anflug von schlechtem gewissen erkennen. schlussendlich hat ja nicht sie das vermaledeite kleine ding in die westentasche gesteckt. und wenn sie in jeder westentasche auch noch nachschauen müsste, wo kämen wir denn da hin bitte, da wird sie ja nie fertig! (westentasche! wer trägt heute noch westen? wenn schon, dann bitte eine cardigan! allerdings, dem ipod wäre die waschmaschinenfahrt in einer cardigan wohl auch nicht besser bekommen, der ist hin.)
während ich in der polizze der haushaltsversicherung nachlese, ob die eigene blödheit eventuell auch gedeckt ist, verlassen die jüngeren mitglieder der familie das haus in richtung osterurlaub mit den großeltern. *** (sternchen, sternchen, sternchen = literarischer kunstgriff, schamlos geklaut von harry rowohlt, welcher damit ausdrückt, dass "das was jetzt kommt rein gar nichts mit dem zu tun hat, was vorher steht!") *** drei kubikmeter erde kosten 36, der transport 120 euro. die ältere dame („seniorchefin!“) vom kieswerk will mir die erde nicht im bigpack bringen lassen und sorgt sich um meine gesundheit beim eventuellen ausschaufeln der m3-säcke; „... da werdn‘s ja zum goofy!“ - also gut, keine säcke, nur abkippen! *** der hauseigene streichelzoo will versorgt und gehegt sein, während die halbwüchsigen besitzer anderswo die ferien geniessen. also werden die nager frühmorgens ins freigehege verfrachtet, und abends, nachdem man kiloweise gemüse und körndln zu ihrer versorgung antransportiert hat, wieder eingefangen und in räuber-sichere boxen gebracht. so der plan. und wenn die viecher nicht den ganzen bürotag dazu genutzt hätten, ausgedehnte unterirdische gänge zu buddeln, in welchen sie sofort und dauerhaft verschwinden sobald man in die nähe des geheges kommt, wär‘ das auch keine große sache. bis die naserümpfenden mümmler endlich wieder rauskommen, kann dann schon mal eine viertelstunde vergehen...
in der wartezeit könnte man in ruhe ipod hören. oder goofy-heftln lesen, seufz!
brogdingnagg - 6. Apr, 22:34
… aber offenbar noch lange nicht so alt ausschauen: wenn die lehrerin im sprachkurs zum wiederholten male meine dänisch gestammelte altersangabe bezweifelt, bloß weil „niogtredive“ nicht so leicht auszusprechen ist (und sie glaubt ich wollte eigentlich „niogtyve“ sagen!)
brogdingnagg - 28. Mär, 09:54