Donnerstag, 14. April 2011

immer wieder molden

immer wieder molden. nachdem uns „ohne di“ schon im jänner begeistert hatte, war es eine leicht getroffene entscheidung, auch für das april-konzert karten zu kaufen - und gleich auch noch k. und d. mitzunehmen, die nicht nur dankenswerter weise die erste molden-cd ins haus gebracht hatten, welche seither im powerplay läuft, sondern auch sonst wissen was gut is.
und ernst molden ist einfach gut: seine lieder erzählen mit wenigen worten ganze geschichten, malen panoramen voll mit wiener leben, -stimmung und -kindheit, in die köpfe der zuhörer projeziert, wie es schöner, stimmiger, melancholischer nicht sein könnte.
dazu willi resetarits, als erste oder zweite stimme - sowieso eine unerreichte größe …
was soll man sagen: es war einfach super!
(und v. will ab sofort in molden-manier nur mehr als „die liebste“ tituliert werden - als ob unsereins auch nur ansatzweise so poetisch sprechen oder gar singen könnte, tzz…!?)

akzent

„i leg mi in an weingarten
und tram i bin a klaner bua
und’s leben gibt bis auf weiteres a ruha.“
(e. molden - woed aus rauchfeng)


.

Montag, 11. April 2011

Dialog zweier Hobbyläufer

T (auf die uhr blickend): na, nächste woche um die zeit haben wir sie schon hinter uns, die 42,2 kilometer - und sitzen im schanigarten bei einem bier…!
U: ja, du vielleicht! - ich lieg dann grad auf einer verkehrsinsel, unter einer isodecke, in der stabilen seitenlage … und schau mir mit zugemachten augen die hundstrümmerl aus der nähe an.

Dienstag, 1. März 2011

music in the house - update

vor ziemlich genau vier jahren, wurde hier einer besorgnis angesichts der musikgeschmacklichen ausprägung unseres nachwuchses ausdruck verliehen. Der damals 4-jährige trieb uns mit wiederholtem absingen von Xavier-Naidoo-Schnulzen in den schieren wahnsinn.
Mittlerweile ist der schnulzensänger fast neun und singt nur mehr gelegentlich schnulzen, und auch dass die 11-jährige uns nötigte einen Lena-Meyer-Landhut-Tonträger zu kaufen fiel eher in die rubrik „was-tut-man-nicht-alles-um-ein-bisschen-ruhe-zu-haben“.
Aber als der nun 4-jährige kürzlich in die küche tanzte und lauthals den ballerman-apre-ski-party-gröler „ich hab ne zwiebel auf dem kopf, ich bin ein döner - denn döner macht schöner“ intonierte, begleitet vom mp3-handy des großen bruders, da war klar: es geht immer noch ein bisschen schlimmer!

Sonntag, 23. Januar 2011

bel-ami

Henry René Albert Guy de Maupassant wurde am 5. August 1850 auf Schloss Miromesnil in der Normandie geboren. Nach einem abgebrochenen Jurastudium und einer kurzen Teilnahme am deutsch-französischen Krieg 1870/71 landete er als mittlerer Beamter in Paris.
Die Fadesse seines eintönigen Bürojobs suchte er mit Kanufahrten auf der Seine und wechselnden Liebesabenteuern zu vertreiben.
In seinem 1885 erschienen Roman Bel-Ami erzählt Maupassant - angeblich unter Verwendung zahlreicher autobiographischer Elemente - die Geschichte des Kleinbürgers und Emporkömmlings Georges Duroy, welcher mittels einiger skrupelloser, gut kalkulierter Affären eine veritable Karriere in der Pariser Gesellschaft macht. Leichtfüßig zieht Maupassant seine Leser mit, obwohl sich sein Held Duroy so gar nicht als Identifikationsfigur eignet. Im Gegenteil, man erwartet immer dringender dessen Entlarvung und verdiente Bestrafung. Ob dies letztlich geschieht oder nicht, soll hier nicht verraten werden, lohnt es sich doch, es selbst herauszufinden. Guy de Maupassant jedenfalls bezahlte seine amourösen Abenteuer bitter: 1877 infizierte er sich mit der Syphilis, an deren Folgen er, nach einem letzten Jahr verbracht in geistiger Umnachtung, 1893 starb.

Samstag, 18. September 2010

hundert und ein untrügliche anzeichen, dass wir langsam alt werden ...#5

... wenn es zum entscheidenden kriterium für die gelassene demo-teilnahme wird, ob's für den junior noch irgendwo einen luftballon zu ergattern gibt. andernfalls gerät er (und nur er) in echte revolutionsstimmung!
wichtig war's trotzdem, dass wir dort waren. www.Machen-wir-uns-stark.at

Dienstag, 24. August 2010

paris, tres beau!

a parisneunzehn jahre hat's gedauert, bis die durch vier jahre "höllischen" französischunterricht aufgebaute franzosen-abneigung soweit überwunden war, dass ich freiwillig hingefahren bin - und es hat sich gelohnt!
frau v. hat sich auch sehr gefreut, wie man sich denken kann.

Sonntag, 16. Mai 2010

die abmachnung

wir dachten, es wäre abgemacht, uns gegenseitig aus dem weg zu gehen! bisher waren wir gutgläubig der meinung, zwischen uns bestünde so eine art ungeschriebener vertrag, sich gegenseitig nicht in die quere, ja nicht einmal unter die augen zu kommen. eine unausgesprochene abmachung in beiderseitigem interesse, ihr bleibt in eurem revier, versteckt in den unbekannten tiefen unter uns, unsichtbar und unbemerkt von uns, einfach nicht da - dafür lassen wir euch in ruhe (und ab und zu etwas essbares fallen), stellen euch nicht nach, hetzen unsere haushunde nicht in eure verstecke, vergessen euch einfach.
und jetzt das!
kaum heben wir einen alten deckel hoch, um ein wenig sanitär-sanierung zu betreiben, ist euer da-sein vor noch wenigen minuten unmöglich zu leugnen - mehr noch: einer von euch steckt sogar seine nase aus dem offen daliegenden schacht und schaut uns frech ins gesicht! ekeltier
weg mit euch, wir wollen euch hier nicht! raus aus unserem kanal, aus unserem blickfeld, unseren gedanken, raus aus unseren alpträumen! weg da!
und nur dass ihr‘s wisst, die abmachung könnt ihr vergessen!

hundert und ein untrügliche anzeichen, dass wir langsam alt werden ... #4

DSC00002(oder vielleicht doch noch nicht ganz so alt sind): wenn wir für den nachwuchs ein super-ausgefeiltes baumhaus bauen, und gar nicht mehr aufhören können daran herum zu schrauben.

notizen aus dem krankenstand

die ärzte verschreiben heutzutage doppelt so starke medikamente als eigentlich nötig, damit nicht nur die schmerzen und das fieber, sondern auch das fernsehprogramm ertragen werden kann. dank der glorreichen pharmaindustrie können wir stundenlang ohne kopfschmerzen die tumben werbungsunterbrechungen ansehen, die man für uns arbeitslose und krankenständlerische teile der bevölkerung tagtäglich so bereithält.
dazu passt auch woddy allen:
Am zuverlässigsten unterscheiden sich die einzelnen Fernsehprogramme noch immer durch den Wetterbericht.

Samstag, 10. April 2010

der 3.333te besucher

kam über die google suche nach "sex sells" hierher - welcome!

hundert und ein untrügliche anzeichen, dass wir langsam alt werden ... #3

wenn wir uns kindische kappen kaufen und dann meinen, die wären total cool.

Mittwoch, 24. März 2010

hundert und ein untrügliche anzeichen, dass wir langsam alt werden ... #2

wenn es immer mehr leute gibt, die wir vor 20 jahren zuletzt gesehen haben.

Samstag, 20. März 2010

grüner veltliner

Null Komma Fünfundsiebzig Liter

Ein Flaschenetikett abschreiben
und sich als elf-volumsprozentiger Poet
fühlen.

Den Korken herausziehen
und der selbstzerstörerischen Dummheit
trocken ihren Lauf lassen.

Den Landwein aus Österreich zum Tröster
und die schwärzeste Traurigkeit
zur Maxime erheben.

Immer neue grüne Hoffnungen einschenken
und ihnen verwässert
den Garaus machen.

Die Flasche austrinken
und Null Komma Fünfundsiebzig Liter Mitleid
mit sich selbst haben.


(ursprünglich deliriert am 15. Mai 1999)

Mittwoch, 17. März 2010

hundert und ein untrügliche anzeichen, dass wir langsam alt werden ... #1

wenn uns die studentin auf der party per „sie“ anredet.

Montag, 15. März 2010

es ist wie verhext

warum müssen kleine kinder eigentlich jeden infekt aus dem kindergarten mit nach hause nehmen, können‘s nicht mal einen dort lassen? warum muss man den nachwuchs eigentlich zu mindestes drei oder eher noch mehr ärzten schleppen, bis endlich mal einer eine vernünftige diagnose äußert, könnte nicht gleich der erste auf die gute idee kommen? und dann, warum dauert‘s eigentlich mindestens sechs wochen bis endlich ein arzt zeit hat, dem kleinen die rachenmandeln zu entfernen, kann der das nicht früher machen? und warum kann die op-freigabe für den „kleinen routineeingriff“ eigentlich nicht gleich im spital gemacht werden, warum muss der kleine da noch zwei weitere warteräume durchsitzen?
und wenn dann endlich all die hürden genommen sind - warum wird eigentlich erst im op die temperatur des schon ziemlich benebelten kleinen patienten gemessen, kann das nicht schon gemacht werden, bevor das „alles-wurscht-zäpfchen“ verabreicht wird?
und warum in aller welt muss der alte ausgerechnet heute fieber bekommen, womit die lang erwartete op natürlich hinfällig ist? warum will er seine rachenmandeln eigentlich unbedingt behalten und mit ihnen weiter dahinschnarcheln, ohne die dinger wär‘s sicher erholsamer?
lauter fragen, die man sich als elternteil besser nicht stellt - der frust wäre nur noch größer.

Donnerstag, 14. Januar 2010

splitter

wir befinden uns mitten (?) im selbstversuch zur empirischen beantwortung der frage: wie lange können sich 5 menschen immer wieder selber anstecken, sodass durchgehend mindestens einer krank ist? - aktueller stand: 15 tage! - und wir sind noch lange nicht alle gesund, nein, es waren noch nicht mal alle dran mit krank sein!

der dreijährige hat aus irgendeiner fernsehsendung seinen neuen kampfschrei abgeschaut: „Backmischung!“
auch das angebot einen namen für den neuen kleinen aquariumsbewohner auszuwählen, wird vom jüngsten hochpoetisch umgesetzt: „koste-meine-milch“ schwimmt jetzt sichtlich stolz durch den wohnzimmerteich...!

Mittwoch, 15. Juli 2009

...

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