ja, diese kinder,…
was tut man nicht alles für die lieben kleinen. anstatt das verlängerte wochenende in jetset-tauglichen glücksspielmetropolen mit dem betrachten ohrenbetäubender innenstadtautorennen zu verbringen, und das zäh verdiente kleingeld seite an seite mit diverser prominenz aus funk und film auf fürstlichen rouletttischen zu verprassen, fährt die solide kleinfamilie lieber ins hinterste eck von nirgendwo und erfreut sich an profanerem, wie etwa zahmen hühnern, jungen katzen und nicht ganz wild lebenden pferden.
zwar ist das wetter bescheiden, aber wer braucht schon sonnenschein, wenn er einen halben nachmittag mit der betrachtung von kaulquappen in einer gatschlacke verbringen kann.
um den urlaub am bauernhof nicht gänzlich höhepunktslos verstreichen zu lassen, wird dann zweckmäßiger weise ein ausflug in einen jener hinterwälderischen „themenparks“ unternommen, welche mittlerweile beinahe in jeder niederösterreichischen gemeinde mit mehr als 5000 einwohnern zu finden sind, wo das gelände für einen skilift zu flach ist.
eines haben alle diese sogenannten touristenattraktionen gemein: die euro-summen, welche an den mit „kassa“ beschrifteten gartenhütterln aus dem baumarkt zu entrichten sind, um ins innere der schilfmattenumzäunten wunderwelten zu gelangen, sind wahrlich vielversprechend und durchaus auf internationalem niveau.
aber was soll´s, für ein fürstliches salär, worum anderswo ganze jachten samt personal vermietet werden, kann hier der vierjährige immerhin rund 30 „lebens“-große plastikdinosaurier anstaunen – nicht angreifen bitte, die empfindlichen outdoormodelle! nur schauen und abstand halten – kann in einer extragroßen sandkiste nach hölzernen dinoknochenimitaten wühlen, bis die ausgrabungsstätte von der nächsten bus-ausflugsgruppe überrannt wird, und kann sich zu guter letzt eine dvd von der letztwöchigen universum-dinosaurier-animations-soap zum wohlfeilen sonderpreis kaufen lassen (willige und liquide begleitperson vorausgesetzt). ist das erstmal erledigt, was nicht länger als eine knappe stunde in anspruch nehmen sollte, so kann das büffet aufgesucht werden, wo für die begleitpersonen der kleinen dinoforscher wiederum die möglichkeit besteht sich portemonnait-technisch ein wenig größer zu fühlen und für den hungrigen nachwuchs zweimal würstel mit senf zum preis eines vier-gänge-menüs in gutbürgerlichen innenstadtlokalen einzukaufen. 
damit ist der vormittag dann auch schon wieder fast um, und hat man im ausgangs-shop, durch den man den quengelnden nachwuchs gar nicht schnell genug durchschleusen kann, erst einmal ein zufrieden stellendes souvenir gefunden, so hat man’s auch schon überstanden, und kann beruhigt, nicht nur für die regionale tourismuswirtschaft, sondern auch für die bildung der kinder – „wenn ich groß bin, werd’ ich dino-ausbudler!“ – einen wertvollen beitrag geleistet zu haben, die heimreise antreten.
zwar ist das wetter bescheiden, aber wer braucht schon sonnenschein, wenn er einen halben nachmittag mit der betrachtung von kaulquappen in einer gatschlacke verbringen kann.
um den urlaub am bauernhof nicht gänzlich höhepunktslos verstreichen zu lassen, wird dann zweckmäßiger weise ein ausflug in einen jener hinterwälderischen „themenparks“ unternommen, welche mittlerweile beinahe in jeder niederösterreichischen gemeinde mit mehr als 5000 einwohnern zu finden sind, wo das gelände für einen skilift zu flach ist.
eines haben alle diese sogenannten touristenattraktionen gemein: die euro-summen, welche an den mit „kassa“ beschrifteten gartenhütterln aus dem baumarkt zu entrichten sind, um ins innere der schilfmattenumzäunten wunderwelten zu gelangen, sind wahrlich vielversprechend und durchaus auf internationalem niveau.


damit ist der vormittag dann auch schon wieder fast um, und hat man im ausgangs-shop, durch den man den quengelnden nachwuchs gar nicht schnell genug durchschleusen kann, erst einmal ein zufrieden stellendes souvenir gefunden, so hat man’s auch schon überstanden, und kann beruhigt, nicht nur für die regionale tourismuswirtschaft, sondern auch für die bildung der kinder – „wenn ich groß bin, werd’ ich dino-ausbudler!“ – einen wertvollen beitrag geleistet zu haben, die heimreise antreten.
brogdingnagg - 28. Mai, 22:00