Dienstag, 15. Mai 2007

die nackten und die toten

der amerikaner norman mailer (geb. 1923) war sechs mal verheiratet und hatte neun kinder, trotzdem schaffte er es nebenbei irgendwie auch noch bücher zu schreiben. sein erstes und eines der erfolgreichsten heißt „die nackten und die toten“ und zählt angeblich zu den besten erzählwerken über den zweiten weltkrieg – was hier keinesfalls bestritten werden soll!
mailer, selbst als soldat im krieg gegen japan im einsatz, schildert den kampf um die fiktive pazifikinsel anopopei und entwirft damit ein großes, prall gefülltes panorama des krieges in seiner ganzen schrecklichkeit und perversion, ohne sich allzusehr mit der blutrünstigen beschreibung von kampfhandlungen zu begnügen.
vielmehr beschreibt mailer die erlebnisse von 13 soldaten eines infantriezuges, deren kampf ums durchhalten, deren angst und zorn, deren verrohung und sehnsucht und deren sterben.
daneben stellt der autor die perspektive des befehlshabers general cummings, der getrieben von der angst um die eigene karriere und geblendet von macht und erfolg seine zynische strategie immer weiter treibt. während die einfachen soldaten damit beschäftigt sind, zu überleben und sich dabei nicht die hosen voll zu scheißen spielt der general sadistische spielchen der eitelkeit mit seinem ordonanzoffizier leutnant hearn. zwischendurch wird in kurz gefassten rückblenden, „im zeitraffer“ die vor-geschichte der handelnden personen gezeichnet, und damit deren charakter portraitiert und greifbar gemacht.
zugegeben, der umfang des buches wirkt zu beginn doch eher abschreckend, aber - wie so oft – hat man einmal in die geschichte hineingefunden, ist sie nach 850 seiten immer noch zu früh zu ende. kurz gesagt: eindringliche empfehlung für norman mailer, die nackten und die toten

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leider kann in dem fall nicht mal von ungerechtigkeit...
brogdingnagg - 13. Feb, 09:06
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RokkerMur - 12. Feb, 18:05
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brogdingnagg - 7. Feb, 08:01
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brogdingnagg - 5. Feb, 17:03

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